Neufundland und Labrador – die etwas andere Provinz im Osten Kanadas präsentiert sich fröhlich und farbenfroh. Nur 3 Flugstunden von Toronto und 5 Flugstunden von London entfernt, ist Neufundland bestens angebunden und leicht erreichbar. Anders als in allen anderen Provinzen ist auch die Zeitverschiebung, die mit 4:30 Stunden (Sommerzeit) etwas ungewöhnlich ausfällt.
Mit einer Fläche von gut 400 000 km2 ist Neufundland und Labrador so gross wie Japan. Mit etwas mehr als 500 000 Einwohnern geht es hier jedoch viel ruhiger zu als im dicht besiedelten asiatischen Inselstaat, in dem über 127 Millionen Menschen leben.
Die Hauptstadt der Provinz ist die älteste Stadt Nordamerikas und zählt rund 110 000 Einwohner. Im Naturhafen, der durch die umliegenden Berge gut geschützt ist, legen im Sommer zahlreiche Kreuzfahrtschiffe an, sodass Touristen für einen Tag ein wenig neufundländische Luft schnuppern können. Wahrzeichen der Stadt ist der Cabot Tower auf dem Signal Hill, der von praktisch jedem Punkt der Stadt aus zu sehen ist. Wir empfehlen Ihnen ausserdem einen gemütlichen Spaziergang zwischen den bunten Häuserreihen im Zentrum von St. John's, bevor Sie den Tag in einer der zahlreichen Bars und Pubs an der George Street ausklingen lassen.
Mit über 29 000 km Küste und zahlreichen kleinen Fischerdörfern entlang der Buchten und Fjorde bietet Neufundland und Labrador viele Gelegenheiten, den herrlichen Blick auf den Atlantik zu geniessen. Erleben Sie die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Neufundländer, wenn Sie mit ihnen über den täglichen Fang oder die in der Ferne treibenden Eisberge plaudern.
Wenn im Frühling eine frische Brise entlang der Küste weht, lösen sich riesige Eisberge aus der Baffin Bay und treiben entlang der Ostküste der Insel Neufundland. Mit etwas Glück können Sie diese gigantischen, glitzernd blauen Eisblöcke von der Küste aus beobachten. Je nach Strömung und Wetter verharren sie manchmal mehrere Tage an derselben Stelle – ein einzigartiges Erlebnis!
Genau in die entgegengesetzte Richtung der Eisberge ziehen im Frühling die Buckelwale nach Norden. Mit 29 Arten von Meeressäugern ist hier die grösste Dichte in ganz Nordamerika zu finden. Mit über 35 Millionen Vögeln gilt Neufundland und Labrador als Hauptstadt der Seevögel. Und als ob das nicht genug wäre, beherbergt Labrador die weltweit grösste zusammenhängende Wapiti-Population sowie zahlreiche Schwarzbären.
Über 485 Millionen Jahre hat sich die Erde Zeit gelassen, um den wohl bekanntesten Nationalpark Neufundlands zu formen. Mit seinen unzähligen Fjorden, Wasserfällen, grünen Hügeln und steilen Klippen rund um den Western Brook Pond zieht er alle Besucher in seinen Bann. Ganz anders präsentiert sich die Landschaft hingegen im südlichen Teil des Parks: Hier liegen die Tablelands, eine wüstenartige Mondlandschaft aus rotem Gestein.
Ganz im Norden Neufundlands liegt die erste archäologische Wikingerstätte Nordamerikas: ein ehemaliges skandinavisches Dorf, das rund tausend Jahre alt ist. Den ganzen Sommer über erwecken Schauspielerinnen und Schauspieler das Dorf (so wie es einst war) zur Freude der Besucher wieder zum Leben.
Die Leuchttürme entlang der Küste von Neufundland und Labrador dienten einst zahlreichen Schiffen als Orientierungspunkt und ziehen noch heute jedes Jahr Hunderte von Besuchern an. Einige von ihnen sind nach wie vor in Betrieb, andere sind nur noch Touristenattraktionen. Eines ist jedoch sicher: Jeder hat seine eigene Geschichte und thront mit seinen eigenen Farben und Formen würdevoll auf den Klippen der Atlantikprovinz.